Satzarten
Mit dem Begriff Satzart wird die Anordnung der einzelnen Zeilen in einer Spalte oder Kolumne einer Textpublikation bezeichnet. Dabei wird in Block-, Rau- und Flattersatz unterschieden.Der Blocksatz verfügt über gedachte Linien links und rechts, Wörter werden zur Einhaltung der Linien getrennt. Die letzte Zeile eines Absatzes wird nicht auf die volle Breite der Spalte gebracht.
Beim Rausatz gibt es nur auf der linken oder der rechten Seite eine gedachte Linie, an der sich der Text ausrichtet, Wörter werden dafür getrennt.
Der Flattersatz verfügt ebenfalls über eine gedachte Linie auf der linken oder der rechten Seite und entspricht damit dem Rausatz. Wörter werden aber nicht getrennt.
Der Satzspiegel
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Mit dem Begriff Satzspiegel wird die von Text bedeckte Fläche auf einer Seite bezeichnet, dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Zeitschriftenartikel oder um eine Buchseite handelt.
Dabei wird der fortlaufende Text auch als Fließtext betitelt. Allerdings gehören die so genannten Pagina, also die Seitenzahlen, und die Ergänzungen auf einer Seite nicht zum Satzspiegel. Das gilt auch für die Marginalien.
Verschiedene Formeln berechnen Größe und Seitenverhältnis des Satzspiegels. In der Regel wird die Formel „Außenrand größer als Bundsteg und Fußsteg größer als Kopfsteg“ verwendet. Die letztendliche Größe des Satzspiegels wird aber vom Geschmack des Mediengestalters / Grafikers und von den herrschenden Bedingungen bei der Produktion bestimmt.
Ist eine einzuhaltende Seitenzahl vorgegeben, so muss der Satzspiegel angepasst werden, das heißt, er muss eventuell vergrößert oder verkleinert werden. Somit kann auf die einzelne Seite mehr oder weniger Text aufgedruckt werden. Dabei ist aber immer zu beachten, dass ein ausgewogenes Verhältnis des Satzspiegels zur eigentlichen Seite eingehalten wird.

Unbedruckter Raum, der so genannte Weißraum, lässt eine Seite edel wirken. Außerdem hinterlässt der Weißraum einen deutlichen Eindruck beim Betrachter. Ein so gestaltetes Buch erhält eine besondere Ästhetik, diese Art und Weise des Druckens wird aber bei Zeitschriften kaum oder nie verwendet. Wissenschaftliche Publikationen verwenden solchen Weißraum fast nie und wenn, dann wird er gering gehalten.
Wird der Satzspiegel geplant, so werden die Linien immer rot eingezeichnet. Am Satzspiegel hängt zudem das notwendige Papierformat, daher wird immer erst das Format festgelegt und dann erst der Satzspiegel. Dabei ist wichtig, welche Funktion das Buch erfüllen soll, ob es sich um ein Lesebuch handelt oder um ein Buch, das besonders handlich sein soll. Bilderbücher haben andere Formate als Textproduktionen, Zeitschriften andere Formate als Bücher. Danach richtet sich der Satzspiegel und er kann somit immer erst nach der Festlegung des Formates eingerichtet werden.
Seitengestaltung: Schriftart
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